Donnerstag, 9. Dezember 2010
Ernährungslügen und Diätwahn
Auch wenn ich mir jetzt vorkomme wie eine Frau, aber ich möchte hier doch mal das Thema Ernährung ansprechen, denn gerade in der Weihnachtszeit wird man ja mit fettigen und zuckrigen Gerichten nur so überhäuft. Einerseits geht mir dieser übertriebene Gesundheits- und Diäthype auf den Wecker, der dafür sorgt, dass wir mittlerweile gar schon 0,1%-fetthaltige Milch im Supermarkt kaufen können, und andererseits empört mich die Verlogenheit der deutschen Lebensmittelindustrie. Gerade Kinderprodukte werden uns in der Werbung oft als gesund verkauft, obwohl ihre Zutaten genau das Gegenteil sind. Wieso muss in unserer heutigen Gesellschaft alles zu einem totalen Extrem gepusht werden? Wenn man ein wenig darauf achtet, was man isst und wieviel davon, würden die wenigstens Menschen, Diättipps beachten, die auf Dauer eh nichts bringen. Was auch nichts bringt, ist sich Leckereien ewig zu verkneifen, denn das bewirkt lediglich, dass der Heißhunger darauf irgendwann so groß wird, dass man viel mehr von der verbotenen Kostbarkeit verdrückt als man es sonst tun würde. Ich werde solchen Ernährungstipps ab nun einfach keinerlei Beachtung mehr schenken!
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Nachruf John Lennon
Heute ist es genau 30 Jahre her, dass ein großer Mann der Musikgeschichte gestorben ist: John Lennon. Er war eine Ikone sowie absolutes Vorbild für Tausende von Menschen und seine Ermordung war ein Schock für die damalige Welt. John Lennon begeisterte nicht nur mit seiner Musik, sondern war auch politisch sehr aktiv. Als Friedenspoet träumte er von einer besseren Welt und erreichte viele Menschen auf der ganzen Welt mit seinen Aktionen. Wo sind solche Helden heute? Wird Musik nur noch um des Kommerzes Willen gemacht? So drastische Behauptungen will ich nicht aufstellen, aber trotzdem gibt es kaum noch solche Stars mit Vorbildcharakter und Leitfunktion wie John Lennon. Als Michael Jackson starb, war das auch ein großer Verlust, aber ich behaupte trotzdem, dass dies zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Bono von U2 kommt vielleicht noch an den Beatles-Musiker dran. Aber man muss auch einfach den zeitgeschichtlichen Aspekt bedenken, denn schließlich kämpfte John Lennon zu einer Zeit als es politisch sehr rasant zuging. Und heute sind alle stumm, obwohl die Zeiten mit Wirtschaftskrise, Bildungszerfall und Umweltschäden nicht dramatischer sein könnten. John Lennons 30. Todestag sollte uns alle zum Nachdenken bewegen.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Euro oder D-Mark?
Es ist unglaublich, aber neun jahre nach Einführung des Euros wird in Deutschland ernsthaft über die Wiedereinführung der D-Mark debattiert. Lange haben wir alle gebraucht bis wir uns an die neue befremdliche Währung gewöhnen konnten und nicht mal ein Jahrzehnt später überlegen nun nicht die Bürger, sondern die Politker, die sich jahrelang so vehement für den Euro einsetzten, diesen vielleicht doch dem Rücken zuzukehren. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Keine Frage, Europa ist in einer Krise und Staaten wie Griechenland oder Irland zeigen uns, dass es so nicht weitergehen kann. Aber man muss ja auch mal bedenken, wie kostspielig solch ein erneuter Währungswechsel wäre. Aber vielleicht sind solche Spekulationen auch einfach etwas zu weit gegriffen und keineswegs druckreif. Lassen wir uns also nicht verrückt machen und gehen lieber einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken!
Montag, 6. Dezember 2010
Über den Unfall bei Wetten, dass...?
Es war unglaublich und keiner konnte es im ersten Moment wohl wirklich realisieren. Nach 29 Jahren Wetten, dass...? wurde die Sendung am letzten Samstag das erste Mal unterbrochen, weil ein Wettkandidat sich bei der Durchführung seiner Wette schwer verletzte. Ganz Deutschland bekam den Unfall unmittelbar und live ins Wohnzimmer geliefert und Thomas Gottschalk war sichtlich schockiert und überfordert mit der Situation, denn ein solches Vorkommnis gehört nicht zu seinem langjährigen Erfahrungsschatz als Live-Moderator. Natürlich kann ich nicht leugnen, dass ein solcher Unfall einen schon fasziniert, weil es Fernsehen direkt viel spannender macht, aber ich habe tiefes Mitgefühl für den jungen Mann und seinen Vater empfunden, der während des Unfalls anwesend war. Man rechnet einfach nicht damit, dass bei Wetten, dass...? wirklich mal etwas schief geht. Sie Sendung steht per se für spaßige Unterhaltung und Small Talk und ein Trauerfall, der auch noch live gesendet wird, lässt wohl jeden routinierten Zuschauer einen Kloß im Hals spüren. Ich hoffe, der junge Student ist bald wieder wohlauf!
Freitag, 3. Dezember 2010
Fußball-WM-Vergabe an Russland und Katar
Gestern wurden die Fußball-Weltmeisterschaften für die Jahre 2018 und 2022 vergeben - an Russland und die Mini-Wüstenmonarchie Katar. Die öffentlichen Reaktionen darauf reichen von verständnislosem Kopfschütteln bis zu blankem Entsetzen. Schon im Vorfeld der Vergabe musste sich die FIFA Korruptionsvorwürfe und viel Kritik anhören - berechtigterweise wie sich jetzt gezeigt hat, doch das scheint dem Fußballweltverband herzlich egal zu sein. Öleinnahmen und Korruption scheinen die Wahl der Verantwortlichen bestimmt zu haben. Die Kritik von Fußballexperten, Politkern und Journalisten auf der ganzen Welt fiel vernichtend aus. Trainer und Offizielle warnen vor den Auswirkungen, die eine WM in der Wüste auf die Spiele, Teams und Zuschauer habe. Politiker sprechen von einer “falschen Entscheidung” und Journalisten bezeichnen die WM-Vergabe als schlechten Witz. Die Engländer, die sich Hoffnung auf eine Weltmeisterschaft im Mutterland des Fußballs gemacht hatten, toben, der Fußball sei “verkauft” worden. Auch wenn wir Deutschen ja selten mit ihnen einer Meinung sind, wenn es um das runde Leder geht - dieses Mal müssen wir ihnen Recht geben.
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Best Ager - ein schwer zu definierender Begriff
Dass die Über-50-Jährigen mittlerweile und vor allem in naher Zukunft sowohl zahlenmäßig als auch in Medien und Werbung den Ton angeben, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Aber eine gewisse Uneinigkeit herrscht noch, wenn es darum geht, dem Phänomen der älteren, aber noch lange nicht alten Gruppe einen Namen zu geben. Generation 50 Plus, Best Ager, Silver Surfer, Ü-50 - alles Schlagworte, die in diesem Zusammenhang in den Medien kursieren. Während man sich unter dem Begriff “50 Plus” noch ziemlich genau etwas vorstellen kann, wird es bei der Definition von “Best Ager” schon schwieriger. Was ist das überhaupt für eine Wort-Kreation? Auf jeden Fall handelt es sich um einen falsch eingedeutschten Anglismus, denn im Englischen gibt es “Best Ager” schlicht und einfach nicht. Ein Best Ager soll wohl jemand sein, der im besten Alter ist. Und was ist das beste Alter? Auf jeden Fall handelt es sich bei Best Agern um Menschen, die nicht mehr als junge Erwachsene zu bezeichnen sind, aber auch noch nicht als “alt” im herkömmlichen Sinne gelten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die mitten im Leben stehen, aktiv sind und Neuem aufgeschlossen gegenüberstehen - also auch dem Internet, mit dem niemand von ihnen aufgewachsen ist und dessen unbegrenzte Möglichkeiten sie also erst im Erwachsenenalter entdecken konnten. In sozialen Netzwerken und Communities treffen sich die Best Ager von heute und nutzen so die für sie neue Technologie, um ihr Leben zu bereichern und den Horizont zu erweitern - aktiv und mit viel Freude.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Der “Jahrtausendwinter”
Das Wetter ist derzeit mal wieder Gesprächsthema Nummer eins: Die Metereologen haben einen Jahrtausendwinter angekündigt und der heutige Tag ist immerhin schon einmal der kälteste erste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Müssen wir uns wirklich auf einen andauernden Kälteeinbruch und Dauerfrost gefasst machen? Der Einzelhandel verzeichnet schon jetzt starke Umsätze mit Wintermänteln, Mützen, Schals und gefütterten Stiefeln. Anscheinend deckt sich momentan jeder mit dicken Winterklamotten ein. Mal sehen, wie das mit Angebot und Nachfrage bei Streusalz und Heizöl aussieht, wenn es wirklich so kalt bleiben sollte. Flüge und Züge fallen bereits aus und auf den Straßen herrscht das Glatteischaos. In anderen Ländern Europas sieht es zurzeit auch nicht anders aus: In Moskau, wo noch vor vier Monaten eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad herrschte, sind jetzt, bei Minus 20 Grad, schon sechs Menschen erfroren. Wie rüstet ihr euch für den angeblichen Jahrtausendwinter?
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